Die Freiheit des Klangs

Liebe, sehr geehrte Inskribienten, liebe Freunde,

Künstlerische Intelligenz war das Stichwort meines letzten Newsletters. Nicht künstliche, Arbeitsplätze vernichtende Schein-Intelligenz.

Die hat nichts mit Kunst zu tun (und auch nichts mit wahrem Leben).

Kunst und Freiheit

Kunst ist gelebte Freiheit.

Alles, was frei ist, hat mit künstlerischem Tun zu tun.

Frei zu sein ist eine der wichtigsten Dinge, die man leben kann und an dessen Umsetzung man täglich arbeiten muss.

Frei sein vom Netz, vom allgegenwärtigen Handy zum Beispiel. Frei von all dem materiellen Quatsch, den man sicherlich nie mehr braucht. Frei sein heißt auch, keine Angst zu haben, zu lachen, zu lieben, sich und andere.

Freiheit

Und zu tönen, ohne Ziel, ohne Zweck, nur den Klängen sich hingeben, „immer tiefer in die Musik … eindringen, immer noch weiter in die Gewässer der Musik … vordringen, um immer vollkommener in den Klängen aufzugehen, sich auflösend die letzten Geheimnisse der Töne ergründend …“

Neben diesem Ausschnitt über die „Singenden Seen“ gibt es einen weiteren wunderbaren Text von Gert Jonke, der diese herrliche Freiheit, dieses Sein in der Kunst, der Musik auf großartige Weise sprachlich lebt und der diesen typischen Austria-Humor hat, den ich liebe.

Ich zitiere:

„Während die Gäste sich wieder niederließen, kam auch schon wieder der Schleifer zum Vorschein, den verhältnismäßig rasch sich beruhigenden Leuten das vorgesehene Programm ansagend, er werde aus einer Sonate spielen, die, vom Klavier begleitet, entweder mit der Klarinette als dem Werk zukommender als mit der Viola, selbstverständlich mit der Klarinette, jene aber, in denen ihm die Verwendung der Viola in einem höheren Maße angebracht vorkomme als der Betrieb der Klarinette, natürlich mit der Viola vorführen, jene Stellen aber, in denen er sich für keines der beiden Instrumente entscheiden könne, werde er beide Instrumente gleichzeitig unisono handhabend ausführen oder aber ganz weglassen.

Er setzte sich zum Klavier, um gleich zu beginnen, die einleitenden Takte der Klavierbegleitung hinter sich zu bringen, jedenfalls warteten alle gespannt auf den Einsatz entweder der Klarinette oder der Viola, als plötzlich Unruhe unter den Zuhörern aufkam, wo hat er denn seine Klarinette, fragten einander die Leute, auch von der Bratsche nicht die geringste Spur, tatsächlich hatte ja der Schleifer keines der beiden Instrumente irgendwo griffbereit liegen, wahrscheinlich schon wieder zu Hause vergessen, wurde von den Zuhörern befürchtet, und womöglich werde er sich beide wieder vom Pfeiffer ausborgen wollen.

Freiheit

Da hörte man auch schon den Schleifer mit seiner Klarinette deutlich einsetzen, ohne eine Klarinette bei sich zu haben, trotzdem mit vorbildlich hörbarem Ansatz am Mundstück aus seinem Kopf hervortönend herausklingend die ruhig elegante Bewegung der langgezogenen geblasenen, breitausschwingenden Melodie, er schien diesen von einer ausgezeichneten Atemtechnik zeugenden Klarinettenton irgendwo in der Gegend seines Mundes oder Halses, jedenfalls aus seinem Brustkorb herausblasend herzustellen, wobei der von ihm solcherart hervorgebrachte Ton in seiner Klangqualität jenem auf einer herkömmlichen Klarinette geblasenen durchaus das Wasser zu reichen imstande war, und ich glaube, der klarinettenlose Schleifer übertraf als Klarinettist, vor allem was seine abgerundet ausgewogene Tonfülle betraf, jeden anderen auf seiner herkömmlichen Klarinette blasenden Klarinettisten.

Natürlich wollte das den Leuten nicht in den Kopf, nein, das paßte ganz und gar nicht, aufhören, wurde gerufen, man fühlte sich hintergangen, dieser Schwindel habe auf der Stelle beendet zu werden, wo hat er denn seine Klarinette, riefen fragend die Leute, die will er wohl unterschlagen, das lasse man sich nicht bieten. Als sich die Unruhe keineswegs legen wollte, unterbrach Schleifer sein Spiel und wandte sich den zweifelnden Zuhörern zu. Müssen Sie denn immer ein Instrument oder sonst ein Hilfsgestell angewandt oder zumindest in der Nähe wissen, bevor Sie etwas wahrhaben wollen, fragte er ins Publikum, das sich allmählich beruhigte, und es sei ja bekannt, daß die Menschen, bevor sie etwas begriffen, alles so lange herumtastend zusammendrückten, bis sie es zerdrückt hätten, so daß gar nichts mehr zu begreifen vorhanden.“

Einer meiner absoluten Lieblingstexte.

Sätze wie: „Müssen Sie denn immer ein Instrument oder sonst ein Hilfsgestell … in der Nähe wissen, bevor sie etwas wahrhaben wollen?“ oder „…. und es sei ja bekannt, daß die Menschen, bevor sie etwas begriffen, alles so lange herumtastend zusammendrückten, bis sie es zerdrückt hätten, so daß gar nichts mehr zu begreifen vorhanden.“

Das ist sie, etwas ohne ein „Hilfsgestell“ zu benötigen, meine Klang-Freiheit, diese uneingeschränkte Freiheit im Tönen der Musik, die mein Denken erhebt und es mir ermöglicht, 8-12 verschiedene Ebenen, Töne, Rhythmen, Strukturen gleichzeitig zu denken und zu spielen.

Die Kunst des Flügelbaus

Was ist künstlerische Intelligenz noch?

Zum Beispiel ist es mein Flügel und damit auch fast jeder Flügel auf diesem Planeten.

Freiheit

Ein Flügel ist das Produkt der großartigsten, perfektesten Intelligenz, die man sich vorstellen kann und die vollkommen ohne Elektrik und Elektronik, ohne Künstlichkeit auskommt.

Von der Taste, von jeder Taste des Flügels bis nach hinten zum Hammerkopf sind 86 Teile notwendig, die alle perfekt zusammen arbeiten.
Die alle klanglich aufeinander abgestimmt sind.
Die alle in der ihr eigenen Art schwingen und gegenseitig miteinander räsonieren.

Dazu der Resonanzboden, dessen Holz 12 Jahre im überdachten Freien trocknet, so dass die Zellen sich entwickeln können, der Gussrahmen, der 18 Tonnen Zug aushält.

Und das alles funktioniert in Millisekunden absolut perfekt.

Das ist künstlerische handwerkliche Intelligenz, die dem Klang auf der Spur ist, ihn findet und mit ihm weitergeht. Und wenn Sie einmal Zeit haben, suchen Sie eine Flügelfirma auf und lassen Sie sich das genau zeigen.

Künstlerische Intelligenz bringt nichts hervor, sie ist.

Zum Beispiel die Folge der Klänge einer Mozartsonate, eines Schubert’schen Streichquartetts, dem Wagner’schen Tristan, der Pink Floyd’schen Dark Side of the Moon.

Oder die 12 Schichten, die ich mit meinen Klangsteinen finde, und dann gleichzeitig spiele, weil sie auch gleichzeitig anwesend sind.

Auch die Bach’schen Passionen sind nicht zu vergessen, besonders die nach Matthäus.

Musikalisches Denken

Das, liebe Inskribienten, das ist Künstlerische Intelligenz, die beim Hören den berühmten Chill-Effekt auslöst, den man braucht, um sein eigenes Inneres in Balance und Resonanz zu bringen.

Und diese Kompositionen werden mit dem, was ich musikalisches Denken nenne, in die Welt gebracht.

Ein Denken, das nicht aus dem sprachlichen Denken hervorkommt und nicht der wissenschaftlichen Zahlenlogik entspricht.

Es entspricht eher den Prinzipien der Chaostheorie, der Fraktalen Figuren, die Benoit Mandelbrot gefunden hat.

Freiheit

Das ist die ART von „Ordnung“, die geschieht, wenn die Melodik, die Harmonik, die Rhythmik, die Klangfarben, die Artikulation, das Tempo, die Lautstärke, der Charakter zusammen eine sinn-volle, eine sinn-stiftende Verbindung eingehen.

Wohlgemerkt zumindest eine Verbindung, sicherlich aber auch unzählig mehrere Verbindungen.

Und diese sinnliche, sinn-gebende „Architektur“ braucht uns, den Menschen, mit unseren humanen Ressourcen, unseren Möglichkeiten, hier mitzugehen, Teil des Ganzen zu werden, nicht das Objekt irgendeiner Art von Begierde zu sein.

Sie werden fragen: Und was bringt das mir?

Es bringt Ihnen erst einmal den Verlust jeglicher stresshaften Ärgernisse.

Es wird Ihnen unendlich besser gehen, da Ihr Leben nach den oben erwähnten Prinzipien der Harmonik, der Rhythmik etc. funktionieren wird und Teil der Musica Mundana, der Musica Humana ist, mit denen Sie immer in Verbindung stehen.

Und Sie werden richtig, wirklich frei sein. In Kopf, Geist, Körper und Seele.

Freiheit

Und das ist besser als alles andere.

Lernen Sie Klangsteinspielen!

Das reicht Ihnen nicht? Dann spielen Sie als Höhepunkt einfach Klangstein.

Das ist so unglaublich großartig, wie Sie noch nie etwas erlebt haben. Und Sie bleiben gesund und werden so alt, wie Sie mögen.

Vor über 12 Jahren spielte ich mit den Klangsteinen, dem KlangStein-Trio mit Fried Dähn, E-Cello und Manne Kniel mit dem Stein- und Wasserschlagzeug auf einem Chaostheorie-Kongress im Kloster Seeon.

Freiheit

In der ersten Reihe saß ein Herr, dem das Zuhören sichtlich heftige Freude und Spaß machte. Nach dem Konzert kam er zu mir, bedankte sich und sagte: „You played what I am always thinking.“

Es war der „Finder“ der Chaos-Theorie und der Fraktalen, es war Benoit Mandelbrot.

Was für eine wunderbare Auszeichnung, dachte ich. Das ist mein wichtiger Teil der Künstlerischen Intelligenz.

Seitdem spiele ich, so oft und so viel ich kann mit meinen Klangsteinen.

Und inzwischen habe ich hier in meinem Atelier zwischen den Dutzenden von Bildern, die Entfaltung der Sinne betreffend eine musikalische Welt etabliert, die einmalig ist.

Schon wenn man hereinkommt, tönt es, riecht es nach der Musik, breitet sich Leben aus.

Freiheit

Wenn Sie also Lust haben dies kennenzulernen, dann melden Sie sich unter der Mailadresse: post@klaus-fessmann.de.

Ich spiele auch mit Ihnen die Klangsteine. Und wenn Sie dann Lust bekommen haben, dies zu lernen, so haben wir eine wunderbare Akademie, die mein Freund Winfried Leibold leitet.

Wir haben einen Anhänger für die Klangsteine gekauft und er reist durch die europäische, deutschsprachige Welt mit 10 Klangsteinen und bietet Kurse an, um diese Musik der Welt zu erfahren und zu erlernen.

Wenn Sie Näheres wissen wollen, dann schreiben Sie mir oder ihm: person@web.de

Die Chinesen sagen zum Klang der Steine, dass dies das Ohrenlicht ist. Ein Licht, das im Ohr angeht, wenn die Steine klingen. Versuchen Sie es, dann wissen Sie, dass es stimmt.

Herzliche Grüße
Ihr Klaus Fessmann