Klangstein-Wein

Dieses Jahr wurde erstmals eines unserer Projekte, welches wir vor 1 1/2 Jahren begonnen haben, der Öffentlichkeit vorgestellt wird. Es heißt:

Rotwein trifft Klangstein
Eine absolut neue und ungewöhnliche Begegnung

Klangstein-Wein

Peter Lackner brachte mich mit Ronny Kiss, dem burgenländischen Winzer aus Jois zusammen, dessen Weine in den letzten Jahre permanent immer häufiger hochkarätig ausgezeichnet worden sind.

Er war an unserer Idee sehr interessiert und brachte eines Tages 2 Barriques mit je 225 Liter Rotwein, einen Blaufränkischen und einen Cabernet Sauvignon, nach Dürnhausen in Oberbayern in den Keller von Klaus Fleckenstein, mit dem ich dann in den nächsten Wochen begann langsam den Wein in Schwingung zu versetzen, mit ihm eine Klang-Beziehung zu entwickeln.

Klangstein-Wein

Meine hier mehrfach dargelegte Theorie lautet: Jedes Ding, jedes Element, jede Person, jede Materie besteht, neben vielen anderen Dingen, auch aus Klang.

Diese Klänge bestehen wiederum aus Schwingungen, schnellen, langsamen, hohen, tiefen. Und all das nehmen wir Menschen wahr, fühlen es, erkennen es, verstehen es, lieben es, riechen es, ordnen es in unser Erkenntnissystem ein und verstehen dadurch die Welt.

Mit meiner Musik, speziell mit den von meinen Klangsteinen erzeugten Klängen, kann ich mich in Schwingungssysteme anderer Elemente, Personen etc. einmischen, diese beeinflussen und die Systeme verändern.

Als ich dies meinem Freund Peter Lackner, seines Zeichens Sommelier aus München, vor ca. 2 Jahren erzählte, fragte er, ob das nicht auch mit Wein funktionieren könnte.

Was geschieht, wenn ich mit den Klängen der Steine einen in Eichenfässern befindlichen Wein über einen längeren Zeitraum bespielen, wenn ich mit meinen Schwingungssystemen in diejenigen des Weins eingreife. Wenn ich in die perfekte Resonanz gehe?

Klangstein-Wein

Die beiden Fässer waren durch einen Holzhöcker verbunden auf dem zwei, später drei Klangsteine standen. Wir begannen mit unterschiedlichen Klangsteinen an den Resonanzen zu arbeiten, ließen uns besonders zu Beginn viel Zeit.

Jedes Schwingungssystem einer anderen Materie ist eine Welt für sich. Die im Wein entstehenden Vibrationen werden in den Klangsteinen als Resonanz-Klänge wahrgenommen, ich lerne ihren Charakter, ihre Intensität, ihre Bedingungen kennen, ich tauche tief in die Welt der Music mundana, terra, humana und instrumentalis ein.

Es ist Komponieren auf einer anderen Ebene und hochspannend.

Nach einigen Wochen begann ich häufiger zu spielen, die Bewegungen im Wein wurden homogener und wacher, im Wein bewegte sich der Klang durchlässiger.

Gelegentliche Referenzproben mit dem gleichen Cabernet Sauvignon, der in einem zweiten Barrique im Keller von Ronny Kiss lagerte, brachten die Erkenntnis, dass sich der von uns bespielte Wein wesentlich harmonischer und zugänglicher entwickelte.

Ab Juli spielen wir fast jeden zweiten Tag, das Verhältnis von Weinklang und Steinresonanz wurde immer intensiver, bis zu 30 Minuten waren problemlos zu konzertieren und im August 2016 stellte Ronny Kiss begeistert fest, dass die Unterschiede von mit unseren Klangsteinen bespieltem Wein zu nicht bespieltem so frappierend waren, dass es sinnvoll erschien, daraus eine eigene Edition zu entwickeln.

Was ich mit den Klangsteinen und dem Wein getan habe war, dass ich von Anfang daran arbeitete die Klang-Gestalten des Weines zu erkennen.

Das hat nichts mit Esoterik oder anderen Welten zu tun, sondern ist Bestandteil aller Dinge und Phänomene wie am Anfang beschrieben.

Diese Fähigkeiten sind Teil der Ars Musica, der kreativen Verbindung von Kunst, Handwerk und Wissen. Und die Welt krankt daran, dass sie solche ARTEN von Tätigkeiten in das Reich der Spekulation verweisen.

Klangstein-Wein

Wir, Klaus Fleckenstein und ich, haben gezeigt, was es bedeuten kann, wenn Schwingungssysteme, miteinander verantwortungsvoll und achtsam in Verbindung gebracht, über musikalisches Denken und Können kommunizieren.

Ich denke, wir haben aus dem Wein von Ronny Kiss keinen neuen Wein gemacht, auch werden wir in der Zukunft aus Wasser keinen Wein machen, wir sind einen anderen Weg der Reifung gegangen und haben dadurch erst die potentiellen Möglichkeiten des Weins hervorgeholt.

Ohne die verantwortungsvolle Vorarbeit von Ronny Kiss wäre dies gar nicht oder nur sehr sehr schwer möglich gewesen.

Die Mineralstoffe des Steins kamen über den Boden in den Weinstock. Die Klänge des Steins verbanden sich mit denselben und entwickelten sie auf einer anderen Ebene weiter.

Es ist so etwas, wie wenn ich jetzt den Klang trinken kann. So ähnlich wie bei den Sufis, die mich lehrten, dass Stein-Musik riecht.

Klangstein-Wein